Allein

Trotz Egoismus und Empathielosigkeit ist und bleibt der Mensch ein soziales Wesen. Vielleicht braucht es einfach neue Ideen für unser Miteinander. Die könnten ja in einem Umfeld entstehen, das im Englischen „solitude" genannt wird. Ein Zustand, der nicht negativ konnotiert ist, sondern ein durchaus wohliges Alleinsein mit sich selbst meint, das den Blick für das Wichtige im Leben schärft. Es kann zum Beispiel ziemlich erholsam sein, Smartphone und Laptop mal auszuschalten und sich mit einem Magazin zurückzuziehen.

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Inhalt

Die schlimmsten Dick-Pics der Welt

Im vergangenen Jahr machte Jacinta Nandi in Klagenfurt Furore. Im neuen Jahr wird sie ein Buch schreiben – im unnachahmlichen Sound, den schon dieser Text hatte

Ein Single kommt selten allein / Bingo! Ein Nachmittag mit den einsamen Herzen im Café Keese

Vom Suchen und Finden / Als Vertragsarbeiter aus Kuba wurde man in der DDR einfach wieder nach Hause geschickt – auch wenn man dort Vater geworden war

Nicht ohne unsere Tochter / Tierschützer sahen in Dumba einen einsamen Zirkuselefanten, für die Zirkusleute war er Teil der Familie

Tabak für die Kanaker / Auf einsame Inseln nahmen deutsche Kolonialbeamte vor über Jahren vor allem Waffen mit

Quarantäne forever / In China werden Leprakranke in Dörfern isoliert. Wir haben sie besucht

Lost / Wie es ist, wenn sich der eigene Sohn das Leben nimmt

Peanut Buddha / Echt lekker: Im Meditationsseminar an der holländischen Grenze

Missing Astra / Über eine tolle Architektin, die von den Männern verschwiegen wurde

Der seinen Weg geht / Im Dschungel Kolumbiens entdeckte ein Einsiedler alte Felsmalereien. Nun ist er nicht mehr so allein

Wo bist du bloß? / Schon traurig, wenn Menschen nach ihren verschwundenen Haustieren suchen. Lustig ist es aber auch oft

Der Leuchturm / Eine Gruselgeschichte von Edgar Allan Poe, die ein anderer zu Ende schrieb

Mitarbeiter dieses Hefts

Cyrill Kuhlmann

Artdirector

Seit mittlerweile achtzehn Jahren wechseln wir von Heft zu Heft, also viermal im Jahr, unsere Art-Direktion. Ein Konzept, das in der Magazinbranche – sagen wir mal – eher ungewöhnlich ist. Mit dieser Herbst-Ausgabe wird DUMMY volljährig – und noch immer lassen wir uns nicht von dieser Idee abbringen. Bei dieser Ausgabe hat Cyrill Kuhlmann mit seiner lockeren, expressiven Handschrift bewiesen, dass er trotz seiner 33 Jahre ein alter Magazinhase ist. Überzeugt hatte uns Cyrill gleich mit seiner ersten Mail. In der schrieb er, dass er DUMMY als Magazin für Leser und Leserinnen empfinde, sich die Grafik also trotz unseres Konzepts nicht in den Vordergrund drängen dürfe. Chapeau – welcher Art-Direktor schreibt so etwas schon!

Bastian Thiery

Fotograf

Auf der Suche nach Dumba brach Bastian Thiery (31) in einen Elefantenpark in Mecklenburg-Vorpommern auf. Auf dem weitläufigen Gelände verfolgten Bastian und ein Freund jeden Dickhäuter, den sie inmitten der abgeernteten Felder sichteten, bis sie schließlich Dumba zu erkennen glaubten. „Wir zwei Berliner Hipster fielen schon sehr auf zwischen all den Eltern mit Kindern“, beschreibt der Fotograf seinen Einsatz. Wir wollen mal schwer hoffen, dass Bastian, der als kleiner Junge in Wellensittiche vernarrt war, den richtigen Elefanten erwischt hat mit seiner Kamera.

Lissi Pörnbacher

Reporterin

Als die Südtirolerin von dem Suizid des neunzehn Jahre alten Lion erfuhr, wollte sie wissen: Wer war Lion, wie lebte er, wie gehen seine Angehörigen und Freunde mit seinem Tod um? Also schrieb sie seinen Vater an, der sich zu ihrem Erstaunen sofort bei ihr meldete. Er ließ die Reporterin und auch den Fotografen an seinem Schicksal teilhaben. „Ich hatte das Gefühl, Lions Vater war einsam und wollte von seinem Sohn erzählen. Auch um mit seinen Schuldgefühlen umgehen zu können“, sagt Lissi.