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Erster!
Vor der Polizei kommt der Polizeireporter. Und wir sind mit ihm mit.
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Her mit dem Koks!
Wie ich mal so tat, als wäre ich Drogenfahnder
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Der Samstagabend hatte seine Spuren hinterlassen. Zu viel Bier, zu viel Wodka und zu wenig Vernunft. Wir kamen bereits von einer Party in Friedrichshain, die von der Polizei wegen Anwohnerbeschwerden geräumt wurde und waren auf dem Weg zum Tresor in der Leipziger Straße, dem bekannten Technoclub. Es sollte der letzte Abend des Clubs unter alter Adresse sein. Vor dem Eingang drängte sich eine riesige Traube von Menschen. Das gesamte Berliner Umland schien sich hier verabredet zu haben. Die Entscheidung fiel dementsprechend schnell: Der Tresor musste ohne uns Abschied feiern.
Auf dem Rückweg entdeckte ich in der Mohrenstraße in einem parkenden Auto mit brandenburgischem „MOL“-Kennzeichen (Märkisch Oderland) einen Typen, der sich für eine lange Nacht im Club präparierte. Die Handbewegungen waren eindeutig. Auf einer CD-Hülle bereitete er sich Lines mit weißem Pulver vor. Wir, noch immer wodkaschwanger und übermütig, dachten uns etwas besonders aus, den jungen Mann in Berlin willkommen zu heißen. Kräftig klopfte ich gegen die Scheibe auf der Beifahrerseite und streckte ihm mein aufgeklapptes Portemonnaie entgegen. Mein Presseausweis wies mich als Zivilfahnder aus. Ich rannte um das Auto herum, riss die Tür auf und zog den Typen heraus. Dieser konnte die Situation gar nicht so schnell erfassen und schaute mich nur mit weiten Pupillen an. Sofort erklärte ich ihm, dass er sich in einer Drogenkontrolle befinde, und ehe er sich versah, stand er mit gespreizten Beinen an seinem Auto, die Arme auf dem Autodach. Manche sagen dazu: „den Adler machen“.
Ich musste mich ernsthaft bemühen, nicht gleich loszuprusten. Meinen Freund bat ich darum, Verstärkung zu rufen, schließlich lag hier eindeutig eine 5-21 vor. Während mein Freund so tat, als telefonierte er mit dem nächsten Anti-Drogen-Kommando, beteuerte der Umlandberliner seine Unschuld. Ich sagte ihm, er solle mich nicht verarschen, und forderte ihn auf, seine Drogen herauszurücken. Nach wiederholter eindringlicher Nachfrage zeigte er mir schließlich sein leeres Tütchen. Auf die Frage, wo das Zeug sei, deutete er nur ins Wageninnere. Vor lauter Schreck hatte er sein ganzes Koks auf der Fußmatte im Auto verstreut.
In diesem Moment befiel mich Mitleid. Ich klopfte ihm kumpelhaft auf die Schulter und sagte: „Sei froh, dass wir keine echten Bullen sind, Freundchen.“ Mit so viel Adrenalin, das ihm nach dieser Begegnung durch die Adern schoss, dürfte er die Partynacht auch ohne Drogentuning durchgestanden haben.
Peter Stefan
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Die DUMMY-ART-DIREKTOREN
Die nächste Ausgabe erscheint am 20.09.2010
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DUMMY 9 / THEMA: Kinder
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die neue Ausgabe - ab 05.12.2005 erhältlich in allen Bahnhofs- und Flughafen- Handlungen im Bundesgebiet sowie in gut sortierten Verkaufsstellen größerer Städte. Oder einfach hier bestellen.
DUMMY wird mit jeder Ausgabe von verschiedenen Art-Direktoren gestaltet.
Diese Ausgabe wurde gestaltet von: Gesine Grotrian-Steinweg, Franziska Morlok
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DAS DUMMY EDITORIAL
Durchrütteln ist OK
/ Der Ernst des Lebens fängt auch immer früher an. Ein Gespräch mit dem Jugendforscher Klaus Hurrelmann
Generation Rolf
/ Und ganz doll mich... Millionen Kinder können irren - vor allem in der Auswahl der Musik
New York
2
/ YzPSXV <a href="http://afncaviwhhod.com/">afncaviwhhod</a>, [url=http://vcjepgksewto.com/]vcjepgksewto[/url], [link=http://ltpnywruvdtb.com/]ltpnywruvdtb[/link], http://ttgycjsmwaqj.com/
tlwhwlikpz
Vom leben und sterben lassen
/ Die Frühchen werden auch immer kleiner. Aus dem Tagebuch eines Kinderarztes
Ist doch Kinderkacke!
/ Was in der Windel liegt, spricht Bände
Guck weg!
/ Die Biografie eines umstrittenen Aufklärungsbuchs
/ LESEN
Alle ausser Mutti!
/ Wenn es um die ersten sexuellen Erfahrungen geht, darf man nicht wählerisch sein - ein Erfahrungsbericht
Friedhof der Kuscheltiere
/ Fury in the Slaughterhouse: Die Wahrheit über die Helden unserer Kindheit
Auf biegen und brechen
/ In Bulgariens Elite-Sportschulen quälen und hungern sich junge Mädchen zum Erfolg. Ist das so pervers, wie es sich anhört? Eine Recherche vor Ort
/ LESEN
Crash test Mummy
/ Warum die RTL-"Super Nanny" die schlimmste Sendung im deutschen Fernsehen ist
Nur zweite Klasse
/ Mit Bibi Blocksberg auf die Titanic: Was Kinder so träumen
Der Traum vom liegen
/ Eine Bilderreise in der Luft und auf dem Boden
Grosse, mal klein
/ Von Klaus Kinski bis Romy Schneider: Zehn prominente Erinnerungen
Junge Junge
/ Der Teenager hat eindeutig gewonnen: Begegnung mit einer 15-Jährigen
Der Pubertist hat immer Durst
/ Ein Leitfaden für die schlimme Zeit nach der Kindheit
Du Schwuchtel
/ Homosexuelle erzählen, wie sie ihren Eltern die Wahrheit sagten
Soll meine Frau älter als 35 sein?
/ Bunte-Reporter Paul Sahner lässt sich von seiner Tochter zur Rede stellen
Die Schreibtischväter
/ Nur Journalisten betrachten Kinderarbeit als ehrenvoll
Vergehen und vergeben
/ Die Geschichte eines Schwiegersohns
Das Ende des Coloniallismus
/ Es lebe der Führer: In der Colonia Dignidad herrscht Paralyse
Ach Kindchen
/ Manche Mütter sind selbst noch halb - fünf Porträts
Vater und Hohn
/ An der rechtlichen Diskriminierung der Väter hat sich nur theoretisch etwas geändert
Clockwork Orange
/ Schon die Kleinen machen den Unterschied: Eine Fotoserie aus Nordirland
Der dreissigjährige Krieg
/ Heinrich V. war ein Linker. Dann wurde er Gesamtschullehrer in Berlin
Noch nicht trocken
/ André Butzers Bilder sind nicht lieb, aber teuer
Die unendliche Geschichte
/ Schnell mal reich werden mit einem Kinderbuch? Vergessen Sie's!
Wer das liest, ist nicht blöd
/ Diese Kinderbücher muss jeder lesen
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Alles im Griff
Nach guter alter Polizistenart haben wir unsere Models in den Schwitzkasten genommen
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Unser Kerbholz
Strafbefehle von Menschen, die DUMMY mitgemacht haben
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