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Schwarzweiß

Auch mit dem 61sten Heft zum Thema Schwarz/Weiß wollen wir aus dem Magazin-Einerlei ausbrechen, und widmen uns einem Thema, das uns am Herzen liegt: Denn dass weiß genannte Menschen schwarze Menschen unterdrücken und ausbeuten, findet bis heute statt, und die monströse Vergangenheit dieser Unwucht wirkt nach. Die Hautfarbe bestimmt über Biografien, teilt die Menschen allzu oft in Glückliche und Unglückliche ein. Ein hochpolitisches und dennoch unterhaltsames Heft, das Hannes Aechter gestaltet hat, der sonst Monopol so wunderbar in Szene setzt.

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DUMMY 61
Einzelheft / 8 €

DUMMY Jahresabo
4 Hefte / 28 €
1 Heft als Prämie

Inhalt

Kreuzberger Nächte / Manchmal ist Berlin wie Sachsen

Sieger sein / Über eine schwarzen Boxer in Polen, der die Ausländerfeindlichkeit dort verstehen kann

ME / Die Fotografin Stacey Tyrell spielt in ihren Arbeiten mit ihrer Farbe

Zwei schöner Land / Über einen deutschen Botaniker, der in Kamerun eine riesige Familie gründete

Licht & Schatten / Für manisch-depressive Menschen zerfällt die Welt in zwei Teile

Unerhört / Wie zwei deutsche Juden das Jazz-Label Bluenote gründeten

Mein Schwarz ist fetter als dein Schwarz / Schon toll, wenn Künstler das Nichts malen

„Wir müssen die Aufklärung neu denken“ / Dirty Kant und Flegel Hegel: Ein Gespräch über den Rassismus unserer großen Philosophen

Ich ist ein anderer / Erst war Dave ein gesundes Arschloch, jetzt ist er ein behinderter Menschenfreund

Wir Sarrazin / Unsere Autorin fragt sich, wer in der Nachbarschaft sie hasst

Bye bye Whitey / Als blonde Frau in Westafrika

Mitarbeiter dieses Hefts

Large_bildschirmfoto_2018-12-05_um_10.40.28 Hannes Aechter (34)
Artdirektorin

Manchmal sucht das Schwarz-Weiß-Denken selbst eine weltoffene, kunterbunte Redaktion wie die unsrige heim. Als uns Hannes Aechter (34) zusagte, die Art-Direktion für diese Ausgabe zu übernehmen, waren wir begeistert. Gleichzeitig waren wir aber auch ein bisserl besorgt. Würde Hannes, der ja im richtigen Leben unter anderem das famose Kunstmagazin „Monopol“ gestaltet, unser Heft womöglich viel zu elegant machen oder zu künstlerisch, sodass wir am Kiosk nicht mehr inmitten der eher politischen Titel liegen, sondern in das Regal mit den Feuilletonisten rutschen – oder auch schlimm: in die Lifestyle-Ecke? Was waren wir doch für engherzige, bornierte Schablonisten. Hannes hat uns in den vergangenen Wochen gezeigt, dass er der Goldrichtige war, um diesem schwierigen und kontroversen Thema mit einer Eleganz beizukommen, die einen jeden Artikel gleich noch lieber lesen lässt.

Large_bildschirmfoto_2018-12-05_um_10.39.29 Lola Keyezua (30)
Titel-Fotografin

Für Lola Keyezua ist Kunst ein Mittel zum Geschichtenerzählen und der Teilhabe an den Debatten unserer Zeit. „Mehr als meine Wörter das je könnten: Kunst provoziert, bildet und ermächtigt ohne Mitleid“, sagt die angolanisch-niederländische Künstlerin. Die schwarze Frau auf unserem Cover, die sich einer weißen Maske bedient, um ihr wahres Gesicht zu verbergen, spielt auf globale Schönheitsideale an und deren gnadenlose Vermarktung – in Afrika und der Karibik etwa durch Cremes zur Aufhellung. Gleichzeitig ist die Maske in ihrer Improvisiertheit der Lächerlichkeit preisgegeben.

Large_bildschirmfoto_2018-12-05_um_10.39.34 Veronica Frenzel (36)
Reporterin

Beim Wodka fällt so manches Gespräch leichter, selbst wenn es um die ganz großen Themen geht. Das erfuhren auch Veronica Frenzel und Agata Szymanska-Medina, als sie im September in einer Warschauer Bar einen polnischen Boxkommentator kennenlernten. Mit großer Vehemenz versicherte er ihnen, dass es in seinem Land garantiert keine Rassisten gebe. Bezeugen könne das der schwarze Boxer Izo Ugonoh, der sein Freund und eine Berühmtheit in Polen sei. Trotz steigender Promillezahl war die journalistische Neugier der beiden Reporterinnen sofort geweckt.

Large_bildschirmfoto_2018-12-05_um_10.39.39 Thabo Tindi
Filmemacher und Fotograf

Als wir von Thabo Thindis Geschichte hörten, wollten wir es zunächst nicht glauben: Dass Menschen einen Schwarzen automatisch für einen Dealer halten oder für einen Dieb und dass Polizisten ohne Grund auf ihn einschlagen, das hätten wir dann doch für ein Stück aus den düstereren Gegenden des Landes gehalten. Aber doch nicht aus Kreuzberg, das über Berlins Stadtgrenzen hinaus als weltoffen gilt, als multikultureller Kiez, wo Menschen aus aller Herren Länder zusammenleben. Genau wegen dieses Rufs ist Thabo auch von Südafrika hierhergezogen. Nett von ihm, dass er uns diese unglaubliche Geschichte erzählt und seine Fotos aus Kreuzberg beigesteuert hat.

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Dummheit